Farlion for Bundeskanzlerpräsident
Deutschland braucht frisches Blut in der Politik

Farlion 4 Bundeskanzlerpräsident
Aus diesem Grund habe ich mich dazu entschlossen, mich zur nächsten Bundestagswahl selbstständig, parteilos und absolut unbescheiden für das Amt des Bundeskanzlerpräsidenten zur Verfügung zu stellen.
Bundeskanzlerpräsident? Aber Bundeskanzler und Präsident sind doch zwei verschiedene Ämter!
Ja, momentan noch. Aber die Vorteile, beide Ämter auf meine Person zu vereinen sind nicht zu verleugnen
• Weniger Dienstreisen – weil ich Staatsbesuche von Kanzler und Präsident in einem Abwasch erledigen kann.
• Dito für Staatsempfänge: Keine teuren Transporte von Gästen zwischen Kanzleramt und Schloss Bellevue mehr nötig.
• Es würde ein komplettes Gehalt gespart. Entweder das des Bundeskanzlers oder das des Präsidenten. Ich würde natürlich das höhere Gehalt bekommen, ich mache ja auch beide Jobs.
• Keine Widersprüche mehr. Endlich könnte keiner mehr behaupten, Bundeskanzler und -präsident wären sich nicht einig – nicht solange ich meine Medikamente brav nehme.
• Kein Plagiatsskandal möglich – ich bin nicht einmal Akademiker.
Aber was macht mich persönlich so geeignet für den Posten?
Zahlreiche Eigenschaften qualifizieren mich für das Doppelamt. Ich bin:
Unglaublich unparteilich
Darum könnte ich mir aus dem ganzen Pool der Bundestagsabgeordneten die besten für die Ministerposten heraussuchen, ohne Parteiklüngel und nur nach Qualifikation ausgewählt.
Korrupt bis auf die Knochen
Natürlich nehme ich Spendengelder jeglicher Art von Wirtschaft und Industrie an. Aber ich bin so ehrlich und gebe es zu. Außerdem wäre ich bereit, diese kleine Zusatzeinnahme sogar vollumfänglich zu versteuern.
Verlogen bis ins Mark
Das gehört zur Bestechlichkeit dazu. Wer ernsthaft glaubt, ich würde mich an das halten, was ich verspreche um an Spendengeld zu kommen, der hat sich sowas von geschnitten.
Ehrlich vom Scheitel bis zur Sohle
Bei mir gibt es keine Vertuschung vom Mist, den irgendwelche Regierungsmitglieder verzapfen. Wer Scheiße baut, der wird geoutet und bestraft. Dazu mehr im Regierungsprogramm.
Gnadenlos gerecht
Meine Auffassungsgabe ist unbestritten, meine Urteile wahrhaft eines Salomon würdig (oder wie der Typ mit der Krone aus der Bibel noch gleich hieß).
Absolut unreligiös
Ich behandele prinzipiell alle Religionen gleich – sie spielen politisch einfach keine Rolle für mich. Jeder kann glauben oder nicht glauben was er will, solange er andere nicht zu missionieren versucht.
Mein Regierungsprogramm umfasst primär folgende Punkte:
Voll transparente Politik
Ob Ausschusssitzungen, Plenarsaaldebatten oder das Bundestagsgrillfest im Sommer – nichts wird mehr ohne Liveübertragung gemacht. Der Bürger soll nachvollziehen können, welcher Minister, Staatssekretär oder sonstige Staatsbedienstete Unsinn verzapft. Einmal im Monat gibt es dann eine Bürgerbefragung, in der die Wähler Noten vergeben können. Wer ein „ausreichend“ bekommt wird abgemahnt, bei „mangelhaft“ gibt es eine einmalige Chance zur Nachprüfung, wer mit „ungenügend“ bewertet wird, wird ausgewechselt.
Abschaffung des Lobbyismus
Wer Abgeordneter sein möchte, der sollte die Interessen der Bürger im Auge haben und nicht seine eigene Brieftasche. Wenn hier einer geschmiert werden soll, dann bin ich das und an der Unzuverlässigkeit meiner „Spendenversprechen“ habe ich ja wohl etwas weiter oben keine Zweifel gelassen. Nebenjobs für Parlamentarier sind tabu. Die sollen sich gefälligst um ihre Fachbereiche in der Politik kümmern und es gibt kein Ministerium für Lobbyinteressen.
Prüfung der Abgeordnetenbezüge, Neuregelung der Diäten
Es geht nicht an, dass ein Bundestagsabgeordneter im Monat so viel verdient, wie drei Hartz-IV-Empfänger im Jahr. Die Verhältnisse sind völlig aus dem Ruder gelaufen. Ich will Idealisten im Bundestag sehen, keine geldgierigen Diätenzähler, die nur bei jeder dritten Sitzung anwesend sind. Und ja, mir ist klar, dass ich in der ersten Woche wohl mit Herrn Ströbele alleine im Bundestag sitzen werde, weil alle anderen gekündigt haben. Aber hey, er hat den Posten als Bundestagspräsident doch mittlerweile verdient, oder?
Verständliches Deutsch in den Parlamenten
Schluss mit Fremdwörten, nichtssagenden Phrasen und das verklausulierte Herumgerede um die eigentlichen Fakten! Mit mir als Bundeskanzlerpräsident mit allgemein verständlich gesprochen. Erwische ich einen Abgeordneten, wie er in einer Rede Wörter verwendet, für die ein Normalbürger erst im Lexikon nachschlagen muss, zahlt er drei Monatsbezüge in das „Phrasenschwein“. Dieses übergroße Sparschwein wird direkt neben dem Rednerpult stehen. Es wird einmal monatlich geleert, das Geld wird an familienfreundliche Institutionen gezahlt.
Abschaffung jeglicher Bekleidungsregeln im Parlament
Der Bundestag ist kein Laufsteg. Nur wer sich wohlfühlt kann effektiv arbeiten. Daher werde ich als eine meiner ersten Amtshandlungen ein totales Krawattenverbot in Regierungsgebäuden veranlassen. Krawatten und Fliegen sind ein Relikt aus vergangenen Zeiten. Sie engen ein und unterdrücken die Blutzufuhr zum Gehirn. Das erklärt übrigens auch die vielen unsinnigen Entscheidungen, die Krawattenträger so fällen.
Künftig wird sich im Bundestag jeder so kleiden dürfen, wie er es als bequem erachtet. Ich bitte nur darum, von Jogginganzügen aus Ballonseide Abstand zu nehmen. Das Knistern der statisch geladenen Bekleidung stört die Mikrofone im Bundestag.
Abschaffung von Hartz-IV
Ich stehe absolut für ein bedingungsloses Grundeinkommen und habe dafür sogar mein ureigenstes, funktionsfähiges Konzept, welches der Staat sich leisten kann. Das werde ich an dieser Stelle natürlich nicht verraten, sonst meint Frau Merkel wieder, sich bei den Ideen anderer bedienen zu können und ich lasse mir doch die arbeitslosen Wähler nicht von der CDU abnehmen. Ganz bestimmt nicht!
Familienfreundliche Politik
Geringere Steuersätze für Alleinverdiender und alleinerziehende Elternteile. Wenn beide Elternteile es möchten, dürfen sie natürlich arbeiten gehen. Es soll Familien aber auch die Möglichkeit gegeben werden, dass ein Elternteil zu Hause bleibt und sich um Haushalt und Familie kümmert, wenn die Familie es so möchte. Es muss Schluss damit sein, dass beide Eltern arbeiten MÜSSEN, um die Familie ernähren zu können, gleichzeitig aber die Kinder zu Fernseh glotzenden Dumpfbacken verkommen.
Einführung von Mindestlohn, Einschränkung der Zeitarbeit
Ich würde bundesweit die Einführung des Mindestlohnes veranlassen. Das betrifft auch und besonders die Zeitarbeit. Desweiteren würden Regelungen verabschiedet, welche die Zeitarbeit wieder zu dem machen, was sie eigentlich sein soll: eine Notlösung für Unternehmen mit kurzfristigem Personalmangel und nicht eine dauerhafte Sparmöglichkeit. Ein Chef, der Porsche oder Daimler fährt, während seine Mitarbeiter sich den Lohn vom Staat aufstocken lassen müssen ist ein geldgieriger Nichtsnutz, der ruhig tiefer in die Tasche greifen kann!
Alle Bundeswehrsoldaten zurück in die Heimat
Was soll denn der Blödsinn mit der Verteidigung deutscher Demokratie am Hindukusch? Ich habe im Lexikon nachgesehen: Afghanistan ist KEIN deutsches Bundesland. Außerdem heißt es BundesWEHR, weil sie sich wehren soll und nicht BundesANGREIFER. Also echt, wo leben wir denn?
Davon abgesehen ist so ein Auslandseinsatz schweineteuer. Das Geld wäre in Familien-, Bildungs- und Gesundheitspolitik besser investiert. Schusswaffen zu Sandkästen lautet der Tagesbefehl!
Reform des Gesundheitswesens
Krankenkassen, die sich Verwaltungspaläste statt Verwaltungsgebäude hinstellen, bekommen jegliche Förderung entzogen. Die Bevorzugung von Privatversicherten wird per Dekret verboten. Pharmazieproduzenten, die ihre Ware im Ausland günstiger verkaufen als in Deutschland werden steuerlich in die Pflicht genommen. Sollte es nicht anders gehen, werden deutsche Apotheken das Recht bekommen, ihre Vorräte über das Ausland zu beziehen, sofern die Medikamente ohnehin in Deutschland zugelassen sind.
Pharmaunternehmen, die sich dagegen wehren werden nach meinem persönlichen Besuch einmal 2-3 Wochen in einem Mehrbettzimmer eines kommunalen Krankenhauses mit völlig überarbeitetem und unterbesetztem Personal verbringen. So ein Nasenbeinbruch tut ganz schön weh, wenn keine Schwester Eis zum kühlen bringt!
Keine EU-Experimente mehr
Rettungsschirm für Drittländer? Rettungsschirm für Banken? Zu zahlen vom Steuerzahler? Das geht ja mal gar nicht. Sobald ich im Amt bin, woran ich nicht zweifele, fahre ich höchstpersönlich nach Brüssel und mache den Heinis dort klar, dass Länder, die ihren Haushalt nicht im Griff haben ihre alte Währung zurückbekommen und sich selbst helfen sollen. Ausnahmen gibt es nur bei unverschuldeten Geldproblemen, die beispielsweise durch eine Naturkatastrophe verursacht wurden. Und nein, ein Staatsbesuch von mir ist – und das sage ich mit aller Deutlichkeit – KEINE Naturkatastrophe!
Wenn diese Einstellung der EU nicht passt, schmeiße ich denen den Euro an den Kopf und die Mitgliedschaft vor die Füße. Schauen wir doch mal, ob die wirklich auf unsere gesamten Mitgliedsbeiträge verzichten können.
Bankmanager zur Raison bringen
Milliarden verspekulieren und Millionengehälter dafür kassieren, sich im Gegenzug dann zinslos und mit Geschenken vom Staat helfen lassen? Damit wäre unter meiner Regierung Schluss!
Wenn eine Bank sich verspekuliert, dann werden die Manager vom Vorstand bis hin zu den Aufsichtsräten in vollem Umfang persönlich haftbar gemacht und von ihren Posten entfernt. Können sie nicht zahlen, werden sie in einer staatlichen Institution von morgens bis abends Tüten kleben, wenn nötig bis ans Ende ihrer Tage. Ach ja und wagt es auch nur einer dieser Manager, das „Victory“-Zeichen zu machen, darf er sich einen Tag später „Acht-Finger-Josef“ nennen!
Schluss mit Steuerverschwendung
Der Staat braucht keine teuren Prestigeprojekte oder fehlinvestierte Bauobjekte. Brücken, die nie benutzt werden, Bahnhöfe, die nicht benötigt werden oder Veranstaltungen, die kein Mensch braucht. Jeder ausgegebene Cent, der keinen praktischen Nutzen hat ist ein Cent verschwendetes Steuergeld. Jeder Staatsbedienstete, der sich der Steuerverschwendung schuldig macht erfährt die gleiche Bestrafung wie oben erwähnte Bankmanager!
Keine Steuergeschenke an Unternehmen mehr
Deutsche Unternehmen, die ihre Produktion ins Ausland verlagern oder im Ausland Niederlassungen unterhalten können die dort entstehenden Verluste nicht mehr in Deutschland von der Steuer absetzen.
Unternehmen, die in Deutschland Arbeitsplätze abbauen, um Produktionen ins Ausland zu verlagern, werden knallhart dazu verdonnert, eventuelle Subventionen der letzten 10 Jahre zurückzuzahlen, die verantwortlichen Manager werden dazu verknackt, für ein Jahr gemeinnützige Arbeit zu leisten, indem sie die Stufen des Reichstags fegen und die Rasenflächen des Regierungsgeländes von Abfall freihalten.
Schluss mit der Genderingdebatte
Mit mir als BuKaPrä werden „die“ und „der“ als Geschlechtszuordnung abgeschafft. Alle Substantive bekommen das verniedlichte „-chen“ angehängt und schon sind alle Genderingprobleme vom Tisch. Worte, die eine geschlechtsspezifische Zuordnung in sich tragen, wie Krankenschwester oder Pennbruder, werden durch neutrale ersetzt. Krankenpflegekräftchen und Pennerchen klingen doch viel niedlicher und freundlicher. Das Kindchen fährt dann morgens mit dem Buschen zum Schulchen, während das Mamachen und das Papachen zu ihren Arbeitsplätzchen fahren. Na, kommt da nicht richtig freundliche Stimmung auf?
Radikale, Autonome und Extremisten ins Exil
Unter meiner Regierung wird es allen gut gehen, daher brauchen wir weder rechte noch linke Steine- und Molotow-Cocktail-Werfer mehr. Ihr seid ein überholtes Modell.
Ich strebe daher den Kauf von zwei Inseln irgendwo abseits jeglicher Zivilisation an. Auf der einen setzen wir alle Autonomen und Extremisten ab, die sich da dann gegenseitig die Zähne einschlagen können, auf der anderen Insel setzen wir dann das ganze rechte Gesindel ab. Die können sich dann fernab jeglicher Andersdenkenden ihr Weltbild ausleben, bis sie sich selbst gegenseitig ausgerottet haben. Kollateralschäden unter der hart arbeitenden Bevölkerung werden nicht mehr geduldet. Wer Steine wirft kommt auf die Insel. Sollte ein V-Mann der Polizei Steine werfen, kommen er und seine Vorgesetzten ebenfalls auf die Insel. Das nennt man dann Berufsrisiko.
Abschaffung des Bundesadlers
Der Bundesadler ist nicht hip und sieht so abgemagert aus wie der deutsche Bundeshaushalt. Damit kann sich kein Bürger mehr identifizieren. Positives Denken erfordert ein positives Staatssymbol. Aus diesem Grund wird die wohlgenährte, freundlich lächelnde Kampfratte den ausgehungerten Pleitegeier ersetzen.

Die Kampfratte - wohlgenährtes Zeichen einer positiveren Zukunft
Sonderregelung für Freistaaten
Besonders Bayern und Sachsen gehen mir mit ihren Alleingängen im Bereich „Innere Sicherheit“ ziemlich auf den Keks. Hier werde ich nicht lange zögern und beim nächsten Verstoß gegen die bürgerlichen Grundrechte Bayern an Österreich verkaufen und Sachsen als Wiedergutmachung an Polen verschenken. Ich hoffe, ich habe mich klar ausgedrückt und muss nicht weiter darauf eingehen!
So, das ist erst einmal genug zu tun für meine ersten 8 Regierungswochen. Weitere Punkte meines Regierungsprogrammes werden folgen.
Liebe Abgeordnete, zieht euch warm an, denn es naht Unheil in Gestalt eines wütenden aber motivierten Ostwestfalen!
Darum: Farlion 4 Bundeskanzlerpräsident!


