Ich gehöre zu den Letzeren, allerdings bezieht meine Bastelei sich auf völlig sinnfreie Seiten im Internet.
Vor geraumer Zeit fing ich mal an, eine Seite zu basteln, die eine Persiflage auf die heutige Lebensart, explizit auf die Geschäftswelt sein sollte. Das Ganze lief unter dem Motto
Breakbone2000 - jemand wird Ihnen die Knochen brechen, wenn Sie Ihre Rechnungen nicht bezahlen
Wie unschwer dem Titel zu entnehmen, handelt es sich um ein fiktives Inkassoinstitut mit diversen weiteren Dienstleistungsangeboten, die nahezu haarsträubend sind und bei denen es eigentlich schon während des Lesens klar sein sollte, dass es sich um eine Satire handelt.
Sicherheitshalber steht natürlich im Impressum auch der fett gedruckte Hinweis darauf, dass es sich um eine Satire handelt.
Einer der weiteren Dienstleistungen ist die professionelle Entmietung. Selbstverständlich spottet auch hier die Beschreibung jeder gesetzlichen Konformität eines möglichen, existenten Unternehmens. So findet man beispielsweise bei der Beschreibung des Personals den Satz:
Unsere Mitarbeiter für die gezielte Entmietung sind durch die Bank arbeitsscheu, versoffen und gewalttätig.
Alleine das sollte Besuchern der Seite schon zeigen, dass die Inhalte nicht unbedingt ernst zu nehmen sind.
Nichtsdestotrotz erhalte ich aber pro Woche 8-10 Anrufe von Vermietern, welche die Dienste dieses fiktiven Unternehmens gern in Anspruch nehmen würden. Auf die Frage, wie sie denn ausgerechnet auf Breakbone2000 kämen erhalte ich meistens die Antwort:
"Ich habe im Internet nach Entmietungen gesucht".
Und obwohl ich selbst die Seite weder in irgendeiner Form verlinkt, noch sonstwie publik gemacht habe, steht sie tatsächlich bei Google auf Platz 2 wenn man den Suchbegriff "Entmietung" eingibt.
Je nachdem wie viel Zeit ich gerade erübrigen kann, nehme ich die Anrufer dann demnächst etwas auf die Rolle und lasse sie zunächst im Glauben, das Angebot wäre real. Sobald sie allerdings anfangen wollen, mir genaue Namen und Örtlichkeiten zu nennen, frage ich, ob sie die Seite mit den darauf beschriebenen Angeboten überhaupt sorgfältig gelesen haben. Der Verweis auf den ersten Satz des Impressums sorgt dann in der Regel für betrenes Schweigen am anderen Ende der Leitung, gefolgt von einem peinlich berührten "Sie veröffentlichen meinen Namen doch jetzt nicht, oder?".
Spätestens zu diesem Zeitpunkt muss ich dann meistens auflegen, weil ich sonst vor Lachen nicht mehr an mich halten kann.











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